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Koinzidenz

    Von einer Koinzidenz wird gesprochen, wenn mehrere Ereignisse mit kleinem zeitlichen oder räumlichen Abstand auftreten. In der angewandten Physik kann das Anwenden von Koinzidenzkriterien dabei helfen Fehler zu minimieren. Dazu muss ein bekannter, kausaler Zusammenhang zwischen dem zeitgleichen Auftreten der Ereignisse und dem zu beobachtenden physikalischen Phänomen bestehen. Beispielsweise wird für in Koinzidenz geschaltete CosMO-Detektoren nur dann ein Ausgangssignal erzeugt, wenn jeder einzelne Detektor ein Eingangssignal innerhalb eines zuvor definierten, kleinen Zeitintervalls registriert. Die grundlegende Annahme besteht darin, das die zu beobachtenden Myonen der kosmischen Strahlung eine ausreichend große Energie besitzen, um mehrere Detektoren zu durchdringen und dort ein Signal hervorzurufen. Da sich diese Myonen fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, erfolgen die Eingangssignale in den Detektoren in sehr kurzen zeitlichen Abständen. Andererseits gibt es viele niederenergetische Phänomene, die ein Signal in einem, aber nicht in mehreren Detektoren auslösen können. Solche Ereignisse treten zufällig auf, ohne jeglichen zeitlichen Zusammenhang. Dementsprechend erwartet man mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit, dass das Ausgangssignal von in Koinzidenz geschalteten Detektoren von einem Myon stammt als von irgendeinem anderen Phänomen.